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Liebe Leser und Leserinnen,

am 27. Feber des Jahres 1862 verstarb im Konvent von Isola am Gran Sasso der junge Kleriker Gabriel von der schmerzhaften Muttergottes. Er war der erste Passionist, der nach unserem Ordensvater Paul vom Kreuz zur Ehre der Altäre erhoben wurde, also heilig gesprochen wurde.
Wir gedenken heuer des 150. Todestages, oder wie es die Kirche auch ausdrückt, seines 150. Geburtstages für den Himmel.
Sein Seelenführer pflegte zu sagen: "Er hat mit dem Herzen gearbeitet".
So kann man mit einem Satz den Grund seiner Heiligkeit definieren.
Begonnen hat das irdische Leben dieses hochverehrten Heiligen in Assisi des Jahres 1838. Dem Sohn des päpstlichen Gouverneurs Possenti wurde der Name des berühmtesten Sohnes der Stadt, Francesco, gegeben.
Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Spoleto, wohin die Familie umgezogen war.
Als hochbegabter Schüler besuchte er das Gymnasium, galt als der beste Tänzer seiner Klasse, achtete auf elegante und modische Kleidung, liebte die Jagd und das Theater.
Radikal brach er mit diesem leichtfertigen Leben nach mehreren schweren Schicksalsschlägen in seiner Familie und einem entscheidenden Erlebnis bei der Prozession am 22. August 1856 in Spoleto. Die wundertätige Ikone der Gottesmutter wurde durch die Straßen getragen, als plötzlich Francesco in die Augen der Jungfrau blickte und zur gleichen Zeit eine Stimme hörte, die sprach: "Auf was wartest du?
Folge deiner Berufung!"
Der junge Mann trat nach schmerzlichem Zustimmen seines Vaters bei den Passionisten in Morrovalle ein. Von nun an hieß er Gabriel von der schmerzhaften Muttergottes. Sein Novizenmeister Pater Norberto wurde ihm zum geistlichen Vater.
Im monastischen Leben fand er sein Glück, so sehr, dass er an seinen Vater schrieb: "Mein Leben ist eine einzige Freude. Die Zufriedenheit, die ich verspüre, ist einfach unaussprechlich. Ich würde nicht einmal eine Viertelstunde dieses Lebens eintauschen."
Schon als Kind erkrankte er an einem Bronchialleiden, das im Laufe seines Studiums erneut ausbrach. Mittlerweile ins Kloster Isola übersiedelt wegen der politischen Umstände, wurde der Verdacht auf TBC erhärtet. An dieser Krankheit verstarb er mit 24 Jahren. Papst Benedikt XV. sprach ihn am 13. Mai 1920 heilig.
Als Patron der Jugend und treuer Helfer in vielen Nöten wird er seitdem verehrt und angerufen. Sein Grab ist Ziel unzähliger Pilger.
Ich empfehle Ihnen, diesen liebenswürdigen Heiligen für unsere jungen Menschen zu bitten, damit sie in ihrem Leben Gott suchen und finden!
Es grüßt und segnet Sie herzlich

 


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